Wie weit sind Wärmewende und Gasausstieg in Friedrichshafen?

Im April 2024 hat der Gemeinderat die kommunale Wärmeplanung für Friedrichshafen beschlossen. Ein wichtiger erster Schritt auf dem Weg zu einer klimafreundlichen Wärmeversorgung. Doch wie geht es nun konkret weiter mit der Wärmewende in unserer Stadt?

Damit aus Planung auch Umsetzung wird, braucht es Transparenz, Tempo und den Druck aus der Stadtgesellschaft. Deshalb sind Sie gefragt: Bürgerinnen und Bürger können sich direkt an unseren Oberbürgermeister, Herrn Blümcke, wenden und ihre Erwartungen, Fragen und Forderungen zur Wärmewende deutlich machen.

So können Sie aktiv werden:
Nutzen Sie die unten bereitgestellte Briefvorlage, um Ihr Anliegen zur Wärmewende zu formulieren. Sie haben dafür drei Möglichkeiten:

  1. Die E-Mail direkt über deie untenstehende Schaltfläche öffnen, den Text bei Bedarf anpassen und versenden.
  2. Den Text kopieren und in Ihre E-Mail einfügen, bei Bedarf anpassen und an oberbuergermeister@friedrichshafen.de senden.
  3. Die Briefvorlage als PDF herunterladen, ausdrucken und per Post schicken an:
    Oberbürgermeister Simon Blümcke
    Adenauerplatz 1
    88045 Friedrichshafen

Jede Stimme zählt – machen Sie mit für eine nachhaltige und sozial gerechte Wärmeversorgung in Friedrichshafen!

Wärmeplanung und Gasausstieg in Friedrichshafen

Sehr geehrter Herr Blümcke,

die Wärmewende nimmt derzeit an Fahrt auf, in naher Zukunft werden nicht nur unser Strom, sondern auch unsere Heizungen von erneuerbarer Energie angetrieben werden. Im April 2024 hat der Gemeinderat von Friedrichshafen einen Wärmeplan beschlossen der in den nächsten Jahren regelmäßig aktualisiert werden soll. Spätestens in 15 Jahren sollen alle Häuser mit erneuerbaren Energien beheizt werden.

Das Heizen mit Gas wird immer teurer. Mehr und mehr Menschen steigen schon jetzt auf Wärmepumpen um. Dadurch steigen die Netzgebühren für die übrigen Gasnutzer. Einige Städte wie Hannover und Mannheim reagieren darauf und planen schon den Rückzug aus der Gasversorgung. Sie legen nach und nach Teilgebiete des Gasnetzes still, zum Beispiel, wenn ein Stadtgebiet mit Fernwärme versorgt wird.

Wärmewende und Gasausstieg sind komplexe Projekte, die so frühzeitig wie möglich geplant, angekündigt und sorgsam durchgeführt werden müssen. Die frühzeitige Einbeziehung der Bürger:innen ist unerlässlich für das Gelingen der Wärmewende in unserer Stadt.

Daher würde ich gerne wissen:

  • Wie sorgt die Verwaltung dafür, dass parallel zur kommunalen Wärmeplanung für klimafreundliche Heizungen auch der Rückzug aus der Gasversorgung geplant wird, damit beide Vorgänge Hand in Hand gehen? In welcher Form und bis wann plant das Stadtwerk am See die Stilllegung des Gasnetzes?
  • Wie setzen Sie sich dafür ein, dass die erneuerbaren Alternativen für unsere Heizungen zügig und für die Hausbesitzer:innen kostenschonend umgesetzt werden, damit Friedrichshafen sein Klimaziel, Klimaneutralität bis 2040, erreicht?
  • Wie verläuft der Ausbau des Nahwärmenetzes und der Anschluss für öffentliche und kommunale Gebäude, Privathaushalte und Unternehmen in den Stadtteilen, die dafür geeignet sind? Mit welchen Energieträgern soll zukünftig die Nahwärme gespeist werden?
  • In welcher Form sollen die Bürger:innen über die Maßnahmen zur Wärmewende informiert werden? Wann und wie werden die von Nahwärmenetzen betroffenen Hausbesitzer:innen informiert? Ist eine baldige Information an alle Bürger:innen geplant, dass sich neue Gasheizungen nicht mehr lohnen?

Über eine Rückmeldung würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

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